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14.02.2014

NEU ab 24.Februar 2014 bietet die NPM ein Schmerztherapeutisches Angebot. Wir freuen uns in...

01.12.2012

Bleiben Sie verbunden und profitieren Sie während Ihrer Hospitalisation von unserem...

20.11.2012

Ab sofort bieten wir eine Neurochirurgische Spezialsprechsunde in Brig an...

Meningeom

Das Meningeom ist einer der häufigsten Hirntumore, obwohl es eigentlich kein Tumor des Gehirns ist. Es handelt sich um ein gutartiges Geschwulst, welches von den Hirnhäuten ausgeht, die das gesamte zentrale Nervensystem umgeben und die von aussen auf das Gehirn drückt. Meningeome können über viele Jahre lang unbemerkt wachsen. Gerade im höheren Lebensalter können kleine Meningeome zufällig bei Computer- oder Kernspintomographien entdeckt werden. Verursachen sie keine Beschwerden, kann in Abständen von zunächst meist einem Jahr und später auch mehreren Jahren in Kernspintomographien überprüft werden, ob der Tumor wächst. Nur bei deutlich erkennbarem Wachstum muss dann über eine Behandlung nachgedacht werden. Bei grossen Tumoren, welche stark auf das Gehirn drücken, können abhängig von ihrer Lage auch neurologische Beschwerden auftreten. So können Tumore im Bereich der Stirnlappen schleichende Wesensveränderungen verursachen. Tumore mit Druck auf die sog. Zentralregion können sich durch Lähmungen oder Gefühlsstörungen bemerkbar machen. Alle Meningeome können theoretisch epileptische Anfälle auslösen.

Diagnostik

Bei Verdacht auf Vorliegen eines Meningeoms wird zunächst eine Kernspintomographie des Kopfes durchgeführt. In dieser zeigt sich der Tumor mit einem recht typischen Bild, so dass zwar nicht mit 100%-iger Sicherheit eine andersartige Raumforderung ausgeschlossen werden kann, jedoch die Diagnose „Meningeom“ meistens mit recht hoher Sicherheit gestellt werden kann. Absolute Sicherheit bietet nur eine Probeentnahme oder Entfernung mit nachfolgender histopathologischer Untersuchung.

Behandlung

1. Abwartendes Verhalten
Wie bereits erwähnt, kann bei kleinen, zufällig entdeckten und asymptomatischen Tumoren zunächst zugewartet werden. Wichtig ist, dass kein wesentlicher Zweifel über die Art des Tumors vorliegt. Besteht begründeter Verdacht, dass es sich beispielsweise um eine Tochtergeschwulst (Metastase) eines anderen Tumorleidens handeln könnte, sollte eine Entfernung oder Probenentnahme (Biopsie) zur Diagnosesicherung angestrebt werden.

2. Operative Entfernung
Dies ist die Standardbehandlung bei Meningeomen. Tumore der Konvexität (unter dem Schädelknochen liegend) können durch eine gezielte Öffnung des Schädels in Narkose entfernt werden. Die Entfernung von Tumoren an der Schädelbasis kann sehr anspruchsvoll sein und erfordert möglicherweise aufwändige neurologische und elektrophysiologische Überwachung während der Operation.

Stationärer Aufenthalt und Nachbehandlung

Abhängig von Grösse, Symptomen und Lage des Tumors kann der stationäre Aufenthalt zwischen zwei Tagen postoperativ und vielen Tagen betragen. Gegebenenfalls machen durch den Tumor verursachte neurologische Störungen, welche sich nach der Operation nur langsam zurückbilden, einen Rehabilitationsaufenthalt erforderlich. Eine Erholungszeit von sechs Wochen muss eingeplant werden. Nach sechs Monaten bis einem halben Jahr sollte eine bildgebende Kontrolle mittels Kernspintomographie erfolgen, um die Vollständigkeit der Tumorentfernung zu bestätigen und Rezidive (sehr selten, abhängig vom Tumorgrad) zu erkennen.

 
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